Oralchirurgische Leistungen

Weisheitszahnentfernung

 

Den hintersten Backenzahn, von der Mitte aus gezählt der achte Zahn, nennt man den Weisheitszahn. Die Menschen werden entwicklungsgeschichtlich immer größer, die Kiefer aber eher kleiner. Somit entsteht ein Missverhältnis zwischen Kiefergröße und Platzbedarf der Zähne. Dies ist einer der Gründe, warum Weisheitszähne heutzutage häufig entfernt werden müssen. Bei einem sehr großen Prozentsatz der Menschen kommt es heute zu einer „Durchbruchsstörung“ bei den Weisheitszähnen. Das heißt, entweder die Weisheitszähne kommen nicht regelrecht in die Zahnreihe (sie brechen nur teilweise durch) oder sie bleiben „gleich im Knochen stecken“, schaffen es also nicht, durch das Zahnfleisch „durchzubrechen“.

Wenn die Weisheitszähne es nicht schaffen, sich regelrecht in die Zahnreihe einzuordnen, so besteht im hinteren Kieferbereich häufig Platzmangel und erschwerend kommt hinzu, dass meist auch noch das Zahnfleisch den Weisheitszahn teilweise bedeckt. Dies führt dazu, dass die Mundhygiene in diesem Bereich wesentlich erschwert ist. Dadurch entstehen häufig Entzündungen, die so ein Ausmaß annehmen, dass eitrige Abszesse entstehen. Eine Schädigung der Nachbarzähne durch Knochenabbau bzw. Karies ist auch nicht auszuschließen. Im weiteren „drücken“ die Weisheitszähne von hinten gegen die vor ihnen liegenden Zähne und können zu deren Verschiebungen führen.oralchirugische_leistungen_001

Wurzelspitzenresektion (WSR)

 

Wir nehmen einen solchen operativen Eingriff vor, wenn ein entzündlicher Prozess im Bereich der Wurzelspitze nicht durch eine herkömmliche Wurzelbehandlung abklingt oder eine solche nicht möglich ist. Weitere Indikationen für die Wurzelspitzenresektion können sein: Zahnverletzungen (z. B. Wurzelfraktur), Zysten, Tumorverdacht, Komplikationen bei der Wurzelbehandlung, wie zum Beispiel Nichtaufbereitbarkeit des Wurzelkanals, abnorme Wurzelverhältnisse, nicht entfernbare, abgebrochene Wurzel- kanalinstrumente, überpresstes Wurzelfüllmaterial und vieles mehr. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der Zahn erhaltungswürdig ist, das heißt nach der Operation mit einer Füllung oder Überkronung bleibend versorgt werden kann.